Mein diagnostischer Ansatz
Mich treibt meine Neugier auf Menschen und ihre unterschiedlichen Wege. Ich möchte verstehen, wie jemand denkt, handelt und wirkt, was eine Person auszeichnet und wo Entwicklung möglich ist.
Gute Diagnostik bedeutet für mich, genau hinzuschauen, Komplexität nicht vorschnell zu reduzieren und am Ende dennoch zu einer Einschätzung zu kommen, mit der sich etwas anfangen lässt. Fundiert in der Methodik, differenziert im Blick auf Menschen und mit einem klaren Bezug zur Praxis.
Meine drei Leitgedanken
Neugierig bleiben
Vorschnelle Bilder interessieren mich nicht. Ich frage nach, höre genau zu und bleibe offen für das, was zunächst vielleicht nicht ins Bild passt. So entsteht Raum für eine differenzierte Einschätzung.
Person - Rolle - Organisation
Eine Stärke ist nicht in jeder Rolle gleich wertvoll und gute Führung sieht nicht überall gleich aus. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Person, Aufgabe und organisationalem Kontext.
Entscheidungen ermöglichen
Gute Diagnostik endet nicht bei einzelnen Beobachtungen. Entscheidend ist, sie zu gewichten, Zusammenhänge zu erkennen und zu einer fundierten Einschätzung zu verdichten, die eine belastbare Grundlage für Entscheidungen schafft.
Der diagnostische Prozess
01
Kontext verstehen
Was soll sich verändern? Was braucht die Rolle? Welche Erwartungen und Dynamiken prägen die Organisation?
Ich arbeite mich in unterschiedliche Perspektiven ein und schaue dabei nicht nur auf das, was formal beschrieben ist, sondern auch darauf, was in der Praxis tatsächlich zählt.
So entsteht ein differenziertes Bild davon, worauf es in der konkreten Situation ankommt.
02
Anforderungen greifbar machen
Aus komplexen Erwartungen entwickle ich ein klares Kompetenzmodell: Was muss jemand in dieser Rolle können und woran lässt sich das konkret erkennen?
So entsteht eine belastbare Grundlage für Auswahl und Entwicklung, die differenziert genug ist, um der Realität gerecht zu werden, und klar genug, um damit arbeiten zu können.
03
Diagnostik passgenau konzipieren
Nicht jedes Verfahren passt zu jeder Fragestellung. Deshalb stelle ich diagnostische Methoden so zusammen, dass sie genau das sichtbar machen, worauf es ankommt.
Je nach Kontext arbeite ich mit kompetenzbasierten Interviews, simulationsnahen Übungen wie Fallstudien oder Rollenspielen sowie ausgewählten Leistungs- und Persönlichkeitsverfahren.
So viel Struktur wie nötig, aber keine Diagnostik um ihrer selbst willen.
04
Beobachten, einordnen und verdichten
Ich gestalte diagnostische Situationen so, dass Menschen sich wohl und ernst genommen fühlen und die Möglichkeit haben, sich mit ihren unterschiedlichen Seiten zu zeigen.
Die Beobachtungen werden systematisch mit den definierten Anforderungen abgeglichen und zu einem differenzierten Profil verdichtet. So wird sichtbar, was eine Person mitbringt, wo Entwicklungsfelder liegen und wie gut dies zu Rolle und Organisation passt.
Diagnostik als Grundlage für Entwicklung
Eine gute diagnostische Einschätzung schafft nicht nur eine Grundlage für Entscheidungen. Sie kann auch Entwicklung anstoßen.
In Feedbackgesprächen, Development Centern und im Coaching unterstütze ich Führungskräfte dabei, Erkenntnisse einzuordnen und daraus konkrete nächste Schritte abzuleiten: Was ist bereits wirksam? Was lohnt sich weiterzuentwickeln? Und was könnte ein nächster Schritt sein?
Dabei hilft mir mein systemischer Coachingansatz. Gute Rückmeldung eröffnet neue Perspektiven und macht Lust darauf, Dinge auszuprobieren und Entwicklung aktiv zu gestalten.
So wird aus diagnostischer Erkenntnis etwas, das Menschen und Organisationen weiterbringt.
